Stadttheater, Meran

Gleich zu Beginn werden bezaubernde Harfenklänge Sie, liebe Musikfreunde,  in ihren Bann ziehen. Brunhild Gasser aus Villanders spielt das Harfenkonzert op. 4 Nr. 6 von Georg Friedrich Händel.

Nur wenige Barockkomponisten haben sich für die Klangfarbe und die Spieleigenschaften der Harfe interessiert. Händel jedoch mit seinem außergewöhnlichen Ohr für Klangfarben begriff, was für Möglichkeiten sie eröffnete, und bezog sie in mehrere seiner Opernpartituren ein. Vermutlich hat Händel dieses heitere Konzert für den berühmten walisischen Harfenisten Walter Powell als Harfeneinlage für das Oratorium „Das Alexanderfest“ komponiert. Später überarbeitete er das Harfenkonzert für Orgel.

Nach dem Harfenkonzert mit der jungen Solistin Brunhild Gasser gelangt das Divertimento KV 136 für Streicher, die 1. der sog. Salzburger Sinfonien von W.A. Mozart zur Aufführung

Im Jahre 1772 befand Mozart sich in Italien, zunächst in Mailand. Hier spielte er mit dem Mailänder Orchester eigene Kompositionen, u.a. die sinfonischen Werke KV 136-138, die er, 16jährig, wahrscheinlich speziell für dieses Orchester geschrieben hat. In der Gesamtausgabe rangieren sie allerdings als Divertimenti unter den Streichquartetten. Sie atmen ihrer Bestimmung entsprechend, italienischen Geist, tragen aber durchaus den Stempel des jungen Mozart.

 

Es folgen nun drei Sätze aus der berühmten und beliebten Orchestersuite „Aus Holbergs Zeit“ von Edvard Grieg.

Der norwegische Dichter Ludvig Holberg wurde 1884 anlässlich seines 200. Geburtstages in Griegs Heimatstadt Bergen gefeiert. Grieg, der dessen Humor, Witz und Satire sehr schätzte, komponierte zu diesem Anlass eine „Suite im alten Stil“ und nannte sie „Aus Holbergs Zeit“.

Damit ist die Zeit von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel gemeint. Mit der Form der Suite und den gewählten Satzformen greift GRIEG bewusst die musikalischen Formen auf, welche zur Zeit Holbergs verwendet wurden: die Auswahl der Sätze und deren formale Anlage entspricht der postbarocken Tanzsuite eines Couperin oder Rameau. So bildet sich klanglich eine Synthese zwischen einer klaren barocken Klangfarbe und der emotional geprägten, persönlichen romantischen Klangsprache GRIEGs.

Scherzhafterweise sprach Grieg gern von dem „Perückenstück“, weil man sich hinter den vorgegebenen Formmodellen als Künstler verstecken müsse.

Zur Aufführung gelangen nun die eher feierlich anmutenden Gavotte, eine getragene Sarabande, sowie der abschließende Rigaudon, ein musikalischer Ausdruck von purer Lebensfreude.

 

Die sechste Symphonie Schuberts entstand zwischen Oktober 1817 und Februar 1818. Sie wurde vier Wochen nach seinem Tod 1828 erstmals öffentlich aufgeführt.

Im 1. Satz setzt nach einer verheißungsvollen Introduktion unerwartet hoch (in Flöten und Oboen) das Hauptthema ein. Es erinnert nicht nur an Haydns Militärsinfonie, sondern in seiner kecken Jugendlichkeit auch an Weber. Das Seitenthema (Flöte und Klarinette) bildet zwar keinen eigentlichen Kontrast zum Hauptthema, dennoch verdient es Bewunderung, wie selbstverständlich es Schubert gelingt, mit diesen beiden Themen eine höchst lebendige Musik zu entfalten, die uns bis zum letzten Takt in Atem hält.
Der zweite Satz, ein Andante, beginnt mit einem liebenswürdigen, verspielten Thema, abwechselnd von Violinen und Holzbläsern vorgetragen. Der harmlose Schein trügt: Der Mittelteil bringt ein neues triolisches Motiv mit heftigen Akzenten, jähen dynamischen Kontrasten und einigen unerwarteten Harmoniewechseln. Die Reprise des Anfangsteils schließlich verbindet auf kunstvolle Weise das Hauptthema der Rahmenteile mit dem Triolen-Rhythmus des Mittelteils.
Der dritte Satz ist an Beethoven orientiert, die Scherzi der ersten wie auch der siebenten Sinfonie standen hier Pate. Der bissige, ungebärdige Humor des großen Vorbildes erscheint hier allerdings etwas gemildert durch Schuberts freundlichere, schalkhaftere Züge.

Im Finale zeigt sich deutlich der beherrschende musikalische Einfluss jener Tage: kein Komponist erfreute sich im Wien der Schubertzeit größerer Beliebtheit als Gioachino Rossini. In der Art eines Potpourris werden die Themen aneinander gereiht, die musikalischen Gedanken kaum weiterentwickelt, aber mit freudiger Ausführlichkeit vorgestellt und wiederholt. Im Grunde gibt es in diesem Finale gar kein Hauptthema, sondern alle Themen sind gleichwertig und lösen in unaufhörlichem Wechsel einander ab. Nur wenige Fermaten unterbrechen als kurzes Atemholen dieses turbulente Treiben, und man erkennt, wie die Einflüsse Rossinis, der damals ganz Wien verhexte, auch Schubert in seiner eigenen Wienerischen Phantasie beflügelte. 


Dirigent


Musiker

Egger Greta

Egger Greta

Klarinette

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Erb Lukas

Schlagwerk

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Götsch Andrea

Klarinette

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Götsch Ulla

Violine II

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Hasler Josef

Kontrabass

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Holzner Alexander

Kontrabass

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Holzner Angelika

Violine II

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Holzner Lisa

Violine I

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Mitterer Jakob

Violoncello

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Osenberg Johannes

Violoncello

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Pedoth Markus

Violine I

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Pircher Bärbel

Violine II

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Pirpamer Traudl

Violine I

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Postinghel Giorgia

Violoncello

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Savina Alena

Violine I

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Spanel Gerhard

Violine II

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Stuppner Harald

Violine I

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Weiss Nadja

Violine II


Solisten


Sponsoren

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Autonome Provinz Bozen Kulturabteilung

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