Stadttheater, Meran

 

Unser Konzert ist den drei musikalischen Jubilaren des Jahres 2009 Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet.

Wir beginnen den Konzertabend mit Auszügen aus der Oper „Rinaldo“ von Georg Friedrich Händel in einer Adaptierung für Streicher und Generalbass.

„Rinaldo“ war die erste Oper, die Händel für London schrieb. Mit dieser Oper eroberte Händel das englische Publikum im Sturm. Rinaldo kämpft als Kreuzfahrer für den christlichen Glauben. Wie im Opernmilieu üblich, ist der Held allerdings mehr in amouröse als in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt.

Überirdisch schöne musikalische Einfälle, eine märchenhafte Handlung, betörende Bühnenbilder und spektakuläre Bühneneffekte bescherten dem Komponisten einen riesigen Erfolg.

Nun, wir werden heute nicht wie bei der Uraufführung lebendige Spatzen durch das Theater fliegen lassen. Wir möchten Ihnen mit einer Sammlung vornehmlich der Instrumentalmusik aus der Oper die außergewöhnlichen Instrumentationsideen Händels und die reizvolle Gegenüberstellung von Solo und Tutti näher bringen, welche diese Instrumentalmusik auszeichnet.

Das Orchester der Musikfreunde Meran mit unserem Dirigenten Josef Egger wünscht Ihnen einen erbaulichen und vergnüglichen Konzertabend.

Joseph Haydns Sinfonie Nr. 94, G-Dur, „mit dem Paukenschlag“, wohl die  bekannteste seiner Sinfonien, entsteht in den Jahren 1791 und 1792 in London.

Im November 1790 wird  ein Besucher in Haydns Wiener Wohnung vorstellig: Der englische Geiger und Impressario Johann Peter Salomon. Er möchte den berühmten Musiker zu einem London-Engagement  überreden. Haydn war noch nie im Ausland und seine Freunde raten ihm ab. „Sie haben keine Erziehung für die große Welt gehabt  und reden zu wenig Sprachen“,  warnte ihn kein geringerer als der Tournee-erfahrene Wolfgang Amadeus Mozart. Worauf Haydn angeblich antwortete: „Oh, meine Sprache versteht man durch die ganze Welt“.

Der deutsche Titel „mit dem Paukenschlag“ bezieht sich auf den 2. Satz. Dieser besteht aus einer einfachen Melodie, die im Verlauf des Satzes auf unterschiedliche Weise variiert wird. Zunächst wird die Melodie, ein altes Volkslied, leise von den Geigen vorgetragen. Die ersten acht Takte werden wiederholt, wobei die Lautstärke deutlich zurückgenommen wird. Am Ende dieser Wiederholung überrascht den Zuhörer der berühmte Paukenschlag. Es handelt sich jedoch  vielmehr um einen lauten Akkord in G Dur, der vom gesamten Orchester gespielt wird und in einem starken Kontrast zu den vorangegangenen Takten steht. Die Engländer gaben dieser Sinfonie den Beinamen "Surprise", der den Effekt dieses Akkordes deutlicher ausdrückt als der deutsche Titel "Sinfonie mit dem Paukenschlag". Nach dieser Überraschung setzt Haydn den Satz so fort wie er angefangen hat - als wäre nichts gewesen. Es heißt, Haydn habe sich in England über einige Konzertbesucher geärgert, weil sie des öfteren während der langsamen und ruhigen Sätze seiner Sinfonien eingeschlafen waren. Mit dieser Sinfonie habe er gerade diesen Leuten einen Streich spielen wollen, nutzte die ersten 15 Takte des langsamen Satzes um sie "in den Schlaf zu singen" und weckte sie dann mit dem Paukenschlag wieder auf.

Wir sind überzeugt, dass Sie keinen Paukenschlag brauchen, um wach zu bleiben und wünschen Ihnen weiterhin einen musikalischen Genuss mit den zauberhaften Melodien und musikalischen Überraschungen der Sinfonie Nr. 94 in G Dur von Joseph Haydn, dessen Tod sich heuer zum 200sten Mal jährt. Nach dem Stück wird es eine kurze Pause geben. 

Felix Mendelssohn schrieb das Violinkonzert in e moll in der Zeit von 1838 bis 1844 für seinen Freund, den Geiger Ferdinand David. Die Uraufführung am 13. März 1845 gereichte dem Komponisten M. und dem Solisten Ferdinand David zu großer Ehre.

Mendelssohns Violinkonzert beinhaltet einige kompositorische Neuerungen. So enthält es beispielsweise eine bis dahin unübliche nahtlose Überleitung vom ersten zum zweiten Satz. Auch erklingt das Hauptthema des ersten Satzes im Soloinstrument, der Violine, und nicht, wie sonst üblich, im Orchester. Auch lässt Mendelssohn die Kadenz entgegen den Gewohnheiten nicht am Ende des ersten Satzes erklingen, sondern bereits in der Durchführung

das Violinkonzert gehört zu den beliebtesten und populärsten Violinkonzerten der Literatur. Die leidenschaftliche Sehnsucht des ersten Satzes, der innige Gesang des zweiten und der tänzerische Übermut im Finale sprechen sehr direkt an, beeindruckend sind die virtuosen Passagen, die schnellen Läufe, Sprünge und Doppelgriffe.

 


Dirigent


Musiker

Default image

Erb Lukas

Schlagwerk

Default image

Florian Karla

Violoncello

Default image

Götsch Ulla

Violine II

Default image

Gufler Markus

Klarinette

Default image

Hasler Josef

Kontrabass

Default image

Höhn Johannes

Violoncello

Default image

Holzner Alexander

Kontrabass

Default image

Holzner Angelika

Violine II

Default image

Paolacci Marvi

Violine II

Default image

Pedoth Markus

Violine I

Default image

Pircher Bärbel

Violine II

Default image

Pirpamer Traudl

Violine I

Default image

Savina Alena

Violine I

Default image

Schgör Martin

Violoncello

Default image

Spanel Gerhard

Violine II

Default image

Stuppner Harald

Violine I

Default image

Vill Traudl

Violine I

Default image

Weiss Nadja

Violine II

Default image

Werner Evi

Violoncello

Default image

Kofler Kathrin

Klarinette


Solisten


Rezensionen

Dolomiten 25.11.2009

Dolomiten 25.11.2009

Sponsoren

Autonome Provinz Bozen Kulturabteilung

Autonome Provinz Bozen Kulturabteilung — http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/kultur/260.asp