Pfarrkirche, Schlanders

Geistliches Konzert des Orchesters der Musikfreunde Meran

 

 

Joseph Haydn (1732 – 1809)

Symphonie Nr. 30 in C „Alleluja“

 

Missa in tempore belli (Paukenmesse) in C für Soli, Chor und Orchester

 

Ausführende: Sopran –Ursula Torggler, Alt- Luisa Pamer, Tenor – Georg Hasler, Bass - Gebhard Piccolruaz. Chor des Bezirkes Burggrafenamt/Vinschgau des Südtiroler Sängerbundes (Leitung: Stefan Gstrein). Orchester der Musikfreunde Meran. Die Gesamtleitung hat der Dirigent des Orchesters der Musikfreunde Meran Josef Egger inne.

 

Zu den Werken:

Beim heutigen geistlichen Konzert werden zwei Werke von Joseph Haydn aufgeführt.

 

Die 30. Symphonie Joseph Haydns in C Dur wurde 1765 komponiert und trägt ihren Beinamen „Alleluja“ deshalb, weil das Hauptthema des ersten Satzes auf dem österlichen Alleluja des entsprechenden gregorianischen Chorals aufbaut. Sie besteht aus den Sätzen Allegro, Andante und Tempo di Menuett piuttosto allegro.

Man weiß, dass J. Haydn ein tief religiöser Mensch war. Auch hier schreibt er über dem 1. Satz „In nomine Domini“ und beendet das Werk mit dem Ausdruck „Laus Deo“, zum Lobe Gottes.

 

Sodann gelangt die „Messe in Kriegszeiten“ in C für Soli, Chor und Orchester zur Aufführung. Im deutschen Sprachraum ist sie unter der Bezeichnung „Paukenmesse“ besser bekannt. Diese Messe entstand 1796 unter dem Eindruck der bevorstehenden Invasion Österreichs durch die Truppen Napoleons.

Zusammen mit den Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ gehört diese Messe zu Haydns kompositorischen Spitzenleistungen.

Der langsame Einleitungsteil des Kyrie ist ein inbrünstiges Flehen um Erbarmen. Im mäßig bewegten Hauptteil dieses Messensatzes exponiert der Solosopran ein Thema von bildhafter Eingängigkeit. Dieses musikalische Material wird im Chor aufgegriffen und fortgesponnen.

 

Das Gloria strahlt rauschend festlichen Glanz aus. Besonders beeindruckend ist die ausdrucksstarke Stelle „Qui tollis“. Umrahmt von den Kantilenen des Solocellos, dem sich im weiteren Verlauf die Flöte anschließt, tragen Solobass und respondierender Chor hier die Erbarmungsbitten vor.

 

Das Credo wird mit einer kurzen, aber durchaus prägnanten Chorfuge eröffnet. Der folgende Satz mit seiner Schilderung der Geburt, des Leidens und Sterbens von Jesus Christus ist weniger von Dramatik als von tiefer Ausdrucksintensität gekennzeichnet. Sehr bildhaft wird die Auferstehung Christi im „Et resurexit“ dargestellt. Den Schluss des Credo bildet eine große Doppelfuge über „et vitam venturi saeculi“.

 

Das Sanctus beginnt mit einer langsamen Eröffnung, verdichtet sich spürbar und geht bei „Pleni sunt Coeli“ in ein schnelles Tempo über.

 

Anschließend präsentiert sich das Benedictus in vorwiegend lyrischer Grundstimmung, wenngleich nicht ohne dramatische Akzente.

 

Das berühmte Paukensolo und die prägnanten Bläserfanfaren im Agnus Dei lassen nahe liegende Anspielungen auf die damalige Kriegsgefahr erkennen. Ebenso leicht lässt sich dann der Stimmungsumschwung in der Stretta dieses Satzes nachvollziehen: die zuversichtliche Gewissheit, dass der ersehnte Frieden einkehren wird, hat sich durchgesetzt und verhilft dem Werk zu einem beglückenden Abschluss.

 

Das Orchester der Musikfreunde Meran, der Chor des Bezirkes Burggrafenamt/Vinschgau unter der Leitung von Josef Egger wünscht Ihnen allen einen erbaulichen und besinnlichen Konzertabend.


Dirigent


Musiker

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Florian Karla

Violoncello

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Götsch Ulla

Violine II

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Gufler Markus

Klarinette

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Hasler Josef

Kontrabass

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Holzner Alexander

Kontrabass

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Holzner Angelika

Violine II

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Holzner Lisa

Violine I

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Knoll Martin

Schlagwerk

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Laimer Christian

Klarinette

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Paolacci Marvi

Violine II

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Pedoth Markus

Violine I

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Pircher Bärbel

Violine II

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Pirpamer Traudl

Violine I

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Savina Alena

Violine I

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Spanel Gerhard

Violine II

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Stuppner Harald

Violine I

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Vill Traudl

Violine I

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Weiss Nadja

Violine II


Solisten


Chöre


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